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Montag, 15. April 2024

Fluch oder Segen: Freundschaft sofort nach beendeter Partnerschaft?

Wir befinden uns in herausfordernden Zeiten des Wandels. Viele Partnerschaften (auch geschäftliche) lösen sich auf, da neue Entwicklungsschritte und andere Wege begangen werden möchten.

Viele ehemalige Liebespartnerschaften haben sich auch unbemerkt in Zweckgemeinschaften verwandelt und sind keine wirklichen Liebesverbindungen mehr. Solche Zweckgemeinschaften werden es in Zukunft nicht leicht haben, weiter bestehen zu können, wenn das starke Fundament einer gemeinsamen Herzensverbindung fehlt.

Für alle, die sich momentan in einer schmerzhaften Zeit der Trennungsphase befinden: Vielleicht kann der nachfolgende Text etwas Hoffnung oder Heilimpulse geben. Wenn nicht, dann sei trotzdem im Vertrauen, dass du im Leben durch deine Seele „geführt“ wirst.

Achte auf die Zeichen. Du entscheidest, wie tief und wie lange du durch deine Täler der Tränen und des „Sterbens“ gehen möchtest, bis du Hilfe von fremder Seite annehmen kannst.

Wenn eine ehemalige Liebespartnerschaft von einer Person beendet wird, ist es für die andere Person zu Beginn meistens sehr schwierig, loszulassen. Oft entscheidet man sich nach einer Trennung für eine Freundschaft. Funktioniert dies? Meiner Erfahrung nach nicht. Vielleicht mögen mir nun ein paar Personen widersprechen; die Mehrheit wird jedoch gleicher Meinung sein.

Wenn sich beide Partner gleichzeitig für eine Trennung aussprechen, kann eine angehende Freundschaft sehr wohl möglich sein. Aber wenn die Trennung nur durch eine Person initiiert wird, ist dies viel schwieriger. Vielleicht kann sich eine Freundschaft zu einem späteren Zeitpunkt ergeben, wenn sich beide von der alten Liebesverbindung komplett gelöst haben und eigene Wege eingeschlagen haben.

Die Person, die sich für ein Ende einer Verbindung entscheidet, geht meistens Monate zuvor in diesen Trennungsprozess und löst sich emotional immer mehr von der bestehenden Partnerschaft. Wenn die Entscheidung dann ausgesprochen wird, ist dies oft ein Schock für die andere Person.

Ein Beispiel aus meiner Geschichte: Ich war vier Jahre mit meinem ersten Freund zusammen, bis das Ende kam. Ich lernte ihn mit 23 Jahren kennen. Für meine Mutter war mein Vater ihr erster Freund, wie meine Mutter für meinen Vater seine erste Freundin war. Beide heirateten und sind nach 59 Jahren immer noch zusammen. Also war für mich ganz klar, dass ich meinen Freund heiraten täte.

In welcher Illusion ich mich befand, fand ich dann mit knapp 28 Jahren auf schmerzhafteste Weise heraus. Mein ganzes Leben und mein Ausblick in die Zukunft zerschellten in einem kurzen Augenblick in unzählige Glassplitter. Ich war am Boden zerschmettert; funktionierte eine lange Weile nur noch auf Autopilot.

Da mein damaliger Exfreund die Verbindung nicht so abrupt beenden wollte, wohl vielleicht auch als Hilfe mir gegenüber, entschieden wir uns, dass wir Freunde bleiben würden. Doch dies führte dazu, dass sich mein „Leiden“ lange weiterzog, denn meine Hoffnung auf ein Wiederzusammenkommen blieb stoisch bestehen. Welch Trugschluss!

Es musste soweit kommen, dass mein Exfreund bei einem Treffen zu dritt mit meiner damaligen besten Freundin mit ihr so vehement flirtete und ihr dann noch vor meinen Augen seine Telefonnummer aushändigte. Dies versetzte mir dann den sogenannten „Gnadenstoss“, mitten in mein Herz. So wurde ich gezwungen, ENDLICH loszulassen, um in meine Freiheit und Weiterentwicklung zu kommen.

Natürlich konnte ich zu Beginn diesen „Glücksfall“ nicht erkennen und musste zuerst durch ganz tiefe, eigene Heilungsprozesse gehen. Dieses tiefe Erlebnis der Trennung entpuppte sich dann jedoch später als wertvolle Perle meines Entwicklungsweges.

Eigentlich macht es uns die Natur vor: Die Elterntiere in der freien Wildbahn müssen oft die Jungtiere brutal aus der Gemeinschaft vertreiben, damit sie sich vom Bein der Mutter lösen können, um selber ein eigenständiges, lebensfähiges Mitglied der Tiergemeinschaft und oft auch zu starken Führern zu werden.

In jener Partnerschaft hätte ich mich nie so weiterentwickeln können, wie ich es dann auf meinem weiteren Weg durchs Leben erfahren durfte. Die damalige tiefe Initiation war ein Toröffner für meinen weiteren Weg in unbezahlbare Entwicklungsschritte und das Zusammenkommen mit Menschen, die mich auf meinem Weg in die Lebendigkeit und in tiefe Geheimnisse des Lebens weiterbrachten.

Rückblickend konnten wir uns beide auf Wegen weiterentwickeln, die uns verwehrt geblieben wären, hätten wir uns für ein Zusammenbleiben entschieden.

So vertraue immer auf den Plan der Seele. Alles hat Sinn und Zweck.


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Mittwoch, 28. Februar 2024

Was machen, wenn eine Welle der Wut und des Schmerzes dich nichts ahnend trifft?

Wir alle kennen Situationen mit unseren Liebsten, Nahestehenden oder Fremden, wo Kommunikation zu Missverständnissen führen kann. Und wenn dann über längere Zeit aufgestauter Schmerz hochquillt, kann er sich mit Wut vermischen und eine stark entladende Energie annehmen.

Sollte diese Energie dich treffen, habe ich die Erfahrung gemacht, den verbalen Schmerz- und Wutausbruch bei der anderen Person einfach mal zuzulassen; die Person ausreden zu lassen, damit die gestaute Energie sich entladen kann. Dabei ist jedoch eine starke Abgrenzung vonnöten, denn vielleicht fliegen dir Wörter um die Ohren, die nicht unbedingt schön anzuhören sind. Aus einer Wut und Schmerz heraus werden oft Worte ausgesprochen, die in einem emotional ruhigen Zustand nicht über die Lippen kämen. Also benötigt man eine starke innere Haltung, damit die Energie der Worte dich nicht wie Messer treffen.

Natürlich ist eine starke Abgrenzung nicht immer möglich, besonders, wenn dir nahestehende Personen verletzende Worte um die Ohren klatschen. Dann schaue zuerst gut zu dir, nimm Kontakt mit deinem verletzten inneren Kind auf und erlöse den Schmerz in dir; gehe nicht in die Opferhaltung und in die Schuldzuweisung. Die andere Person hat aus einer tiefen Verletzung heraus reagiert und vielleicht hast du nur das Fass zum Überlaufen gebracht. Oft hat die Ursache des Schmerzes ihre Wurzeln in anderen Situationen, die in vielen Fällen in die Kindheit münden.

Oftmals ist ein anschliessendes, konstruktives Gespräch nicht möglich, da sich die Emotionen zuerst beruhigen müssen. In dieser Zeit kannst du über das Gesprochene nachdenken und dich fragen, wo dein Part in dieser Situation ist, damit Veränderungen vorgenommen werden können. Zu einem späteren Zeitpunkt kann man dann gemeinsam die Situation zusammen reflektieren.

Sollte ein weiteres Gespräch mit gemeinsamer Reflektion in ruhigem, emotionalem Zustand jedoch nicht möglich sein, dann hilft vielleicht folgendes – was ich, je nach Situation und Person, hin und wieder mache, wenn ich keine Gelegenheit für ein klärendes Gespräch erhalte:

Ich sende der betreffenden Person Herzenergie und gehe in Kontakt mit dem Höheren Selbst der Person. Dann spreche ich von meiner Warte aus; ich entschuldige mich, wenn ich die Person zu wenig gesehen oder gespürt habe und ich spreche alles aus, was wichtig für mich ist; ohne in die Verurteilung zu gehen, das ist ganz wichtig. Ein Hoʻoponopono kann dabei helfen. Das Ho’oponopono ist ein altes hawaiianisches Vergebungsritual, das von den Kahunas (Schamanen) angewandt und überliefert wurde. Heute ist es eine anerkannte Therapie in den USA. Auch eine Familienaufstellung mit einem Systembrett kann ein geeignetes Hilfsmittel sein.

Wir alle haben Bedürfnisse, Wünsche und vieles weitere, was wir aber oft nicht kommunizieren, bis sich dann alles aufstaut und es dann zur Entladung kommt.

Deshalb, sprich an, was dir auf dem Herzen liegt, warte nicht, bis sich die Emotionen von dir nicht mehr führen lassen, und übe dich in konstruktiver Kommunikation. Dies kann helfen, dass es nicht immer zu emotionalen Entladungen kommen muss.

Aber eben, wir sind alles Menschen und je nach Situation fällt es leichter oder eben nicht. Das Gute daran ist: Wir kriegen immer wieder neue Situationen zum lernen ...


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Mittwoch, 21. Februar 2024

Warum ich plötzlich Verbindung zu meinen Ahnen aufgenommen habe

Vor ein paar Tagen habe ich ein Video gesehen, in der eine Frau von ihrer über 20-jährigen Erfahrung mit dem Oberton-Chanten erzählt und wie die Frequenzen Traumen auflösen könnten.

Irgendwann sprach sie davon, dass viele asiatische Familien noch einen Ahnenaltar hätten und dort regelmässig Opfergaben für ihre Verstorbenen hinterlegen würden (besonders von den älteren Familienmitgliedern). Denn die Verbindung zu den Ahnen helfe, Projekte und Vorhaben erfolgreicher umzusetzen. Man habe dann sozusagen die Ahnen als stärkende Kraft hinter sich. Aber in der westlichen Welt würde dies schon lange nicht mehr praktiziert werden; man pflege die Verbindung zu seinen Ahnen kaum noch.

Ich dachte dann an die Verbindung zu meinen Ahnen und wurde gewahr, dass ich die Verbindung nie wirklich gesucht hatte. Einige Familiengeschichten, die erzählt wurden, waren nicht sehr erhebend. Wieso sollte ich mich dann mit meinen Vorgängern verbinden?

Und doch verspürte ich in mir einen starken Impuls, trotz allem die Verbindung zu meinen Ahnen aufzunehmen. Also zündete ich eine Kerze für unser Familien- und Ahnenfeld an, versetzte mich in einen meditativen Geisteszustand und bat meine Ahnen um Unterstützung auf meinem Weg. Ich bekam Hühnerhaut. Dies ist bei mir immer ein Zeichen, dass energetisch etwas geschieht.

Ich hörte in meinem Innern, dass es wichtig sei, den Kontakt zu meiner Tante aufzunehmen, die in einem Kloster weilt.

Es wurde mir aufgezeigt, um das Familien- und Ahnenfeld zu heilen/zu stärken, müsse die Verbindung zu meiner Tante wieder aufgenommen werden, da auch sie ein Teil des Feldes sei. Also werde ich dies machen.

Nach diesem geistigen Austausch spürte ich eine neue Kraft und Zuversicht in mir für meinen Weg. Ich kann es nicht richtig in Worte fassen, aber es fühlt sich so an, als ob das Feld meiner Ahnen nah bei mir ist.

Nun, die Zukunft wird es weisen, wohin mein Weg mich führen wird ... Aber ich inspiriere jeden, der sein eigenes Projekt/Vorhaben vorwärts bringen möchte, die Verbindung mit seinen Ahnen aufzunehmen und um Unterstützung zu bitten. Und dann offen zu sein, was an weiterem benötigt wird, oder welche Schritte einzuleiten sind.

Verbinden wir uns wieder mit unserer Herkunft; wir sind schon zu lange getrennt unterwegs von so vielem und haben Mühe, wirklich in die Kraft zu kommen. Wir müssen nicht alles selbst stemmen; es gibt Helfer im Hintergrund, die unterstützen möchten. Und in jeder Ahnenlinie gibt es weise Seelen, die nur darauf warten, mit uns in Verbindung zu kommen.


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Freitag, 16. Februar 2024

Synchronizitäten zeigen dir, dass du auf dem richtigen Weg bist

Brennst du für etwas, weißt aber nicht genau, wohin dich dies führen wird? Dann gebe ich dir den guten Ratschlag, einfach mal damit zu beginnen. Nach und nach wird sich dir dein Weg zeigen; es wird sich weiterentwickeln.

Was meine ich damit? Ich habe endlich begonnen, das Sound Healing zu offerieren, was seit Jahren immer wieder ein Thema war, ich es aber nie umgesetzt hatte. Anfangs Januar 2024 habe ich begonnen, dies öffentlich anzubieten; das Feuer brennt in mir.

Vor ein paar Tagen bekam ich den Impuls, mehr Marmapunkte in die Sitzung zu integrieren. Die Marmatherapie ist eines der grossen Heilungsgeheimnisse des Ayurveda; die Kunst der Behandlung ganz besonderer Vitalpunkte am Körper des Menschen.

Und heute Morgen erhielt ich den Impuls, mich auch dem energetischen Aspekt des Herzens des Klienten stärker zuzuwenden, sofern dies erwünscht ist. Wir alle tragen unsere Geschichten in unserem Herzen; manche sind gelöst, manche verharren noch im Schmerz und lassen neue Erfahrungen kaum zu. Viele Herzen sind auch verhärtet, fühlen sich hinter einer unsichtbaren Mauer in Sicherheit.

Was geschah nun nach dem heutigen Impuls? Etwa eine halbe Stunde später schaute ich kurz auf Instagram rein. Da veröffentlichte jemand einen Beitrag und stellte eine Person vor, die sich „Sound Alchemist“ nennt. Neugierig schaute ich mir ein Interview von ihr an und bemerkte, dass sie meine Impulse – auf ihre Art – bereits umgesetzt hat.

Diese Synchronizität von heute Morgen zeigt mir ganz deutlich, dass ich meinen Impulsen unbedingt Folge leisten soll. Was versteht man unter Synchronizität? Es handelt sich bei der Synchronizität um ein inneres Ereignis (eine lebhafte Idee, einen Traum, eine Vision oder Emotion) und ein äußeres Ereignis, welches eine Spiegelung des inneren Zustandes, bzw. dessen Entsprechung darstellt.

Eigentlich ist die Person, die den Beitrag veröffentlicht und die andere Person vorgestellt hat, nicht explizit im Bereich des Sound Healings (wie wir es normalerweise kennen) unterwegs. Ist das Leben nicht spannend? Es zeigt wieder einmal, dass wir mit allem verbunden sind, sonst könnten sich solche Synchronizitäten nicht ereignen. Ich bin allen Beteiligten dankbar dafür!

Deshalb möchte ich dir den Ratschlag mitgeben, auf deine inneren Impulse zu hören und nach Synchronizitäten Ausschau zu halten, oder offen genug sein, um diese erkennen zu können. Danach setze deine Idee, Impuls, Vision um, fange einfach mal an und lasse dein Feuer brennen, ohne genau zu wissen, wohin es dich führen wird. Auf deinem Weg wirst du weitere Impulse erhalten.

Und somit zeigt es sich erneut: Nicht das Ziel ist der Hauptfokus, sondern der Weg dorthin. Du wirst dich in Bereiche und Tiefen weiterentwickeln, an die du nie gedacht hättest und wirst automatisch zu einer Bereicherung dieser Welt.

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Sonntag, 28. Januar 2024

Emotionale Zustände verändern, z.B. mithilfe alter Weisheitslehren der Hermetik

Vor ein paar Tagen habe ich mit dem Lesen des Kybalions von Elijah D. Evans (das Wissen der hermetischen Philosophie und die universellen Gesetze) begonnen. Und wie es in meinem Leben so geschieht, kommen schnell Situationen in mein Leben, um zu überprüfen, inwieweit ich gewisse Lehren/Weisheiten bereits anwende.

So konnte ich eine interessante Erfahrung machen, die dich vielleicht auch inspirieren kann, andere Wege in altbekannten Situationen einzuschlagen, d.h., mit bekannten, schmerzhaften Situationen anders umzugehen.

Die meisten von uns haben eine Hauptwunde, ein Thema, welches sich von Zeit zu Zeit zeigt und oft emotionalen Schmerz verursacht. Meine Hauptwunde ist die Abweisung, das Nicht-Akzeptiertsein, Nicht-Erwünschtsein.

Menschen, die dir nahe stehen, wie Familie, Partner, enge Freunde, etc. kennen intuitiv (und oft unbewusst) deine Wunde und stecken – bildlich gesprochen – den Finger in diese Wunde. Was bedeutet, dass sie Worte zu dir sagen oder Situationen kreieren, die dich emotional treffen.

Dies erlebte ich gestern nun wieder einmal von einem Elternteil, was in mir das starke Gefühl des Nicht-Erwünschtseins hervorrief, was mich schmerzte. Ein Programm, das automatisch abläuft.

Ich ging dann auf einen Spaziergang in die Natur; ich musste auf neutrales Terrain kommen, um meine Mitte wieder zu finden und den inneren Schmerz zu befreien/aufzulösen.

Zuerst ging ich in Kontakt mit meinem inneren Kind und nahm es innerlich in die Arme. Dies hilft, die Emotionen zu beruhigen. Dann konzentrierte ich mich auf das Thema, das Nicht-Akzeptiertsein und fragte mich, wo, in welchen Bereichen akzeptiere ich mich selbst nicht. Denn alles, was dir im Aussen begegnet und dich in irgendeiner Weise berührt/herausfordert, mit dir resoniert, hat immer mit dir zu tun. Somit konnte ich meinem Vater dankbar sein für seine Abweisung mir gegenüber. Denn er hat mir geholfen, mich ein stückweit mehr zu erfahren, zu erkennen und mir somit die Gelegenheit geboten, anders mit dieser Situation umgehen zu können.

Und, als ich zurückkehrte, konnten wir einander wieder ganz anders begegnen, wieder mehr in Verbundenheit, im Angenommensein, auch wenn wir komplett verschieden sind.

Im Kybalion-Buch hatte ich beim Thema „Polarität“ folgendes gelesen: „... Das Prinzip der Polarität besagt, dass wir, um einen Aspekt zu verstehen und zu schätzen, auch sein Gegenteil verstehen und schätzen müssen. Indem wir diese Gegensätze in uns selbst ausgleichen, können wir mehr Harmonie und Ausgeglichenheit in unserem Leben erreichen. ...“

Was heisst dies nun? Ich interpretiere dies so, dass ich die Bereiche in mir, welche ich noch nicht akzeptiert/angenommen hatte, nun annehmen und schätzen sollte, damit ich den Aspekt des Nicht-Akzeptierens mit dem Akzeptieren in mir ausgleichen kann. Und wenn ich diese Annäherung, den Ausgleich in mir vollzogen habe, wird es mich im Aussen auch nicht mehr emotional triggern. Dann benötige ich diesen Spiegel im Aussen nicht mehr.

Wenn wir diese innere Arbeit vollziehen und unsere Themen in uns versuchen zu heilen/zu transformieren, können uns Worte, Meinungen, Vorgehensweisen uns nahestehender Personen nicht mehr emotional verletzen.

Wie im Kybalion steht: „... Es ist eine Reise der Selbstentdeckung und Selbstverwirklichung, die zu mehr Frieden, Harmonie und Erfüllung führt. ...“

Der tieferliegende Grund unseres Lebens, unseres Daseins hier auf Erden ist das Wachstum von Bewusstsein, die Veredlung der Seele.

Ich habe mich entschieden, diesem Weg in die Meisterschaft zu folgen, denn ich möchte irgendwann kein Diener oder Sklave meiner mentalen Zustände mehr sein, sondern der Meister darüber ...


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Freitag, 5. Januar 2024

Und immer wieder grüsst das Murmeltier ... - Warum gewisse Themen immer wieder auftauchen, obwohl du daran gearbeitet hast.

Man kann sich einen Riss in einer Schallplatte vorstellen. Immer wenn sich die Nadel über diesen Riss bewegt, gibt es ein Störgeräusch. Ich sehe die Entwicklung des menschlichen Daseins in Spiralform. Wir stehen nie mehr am selben Ort. Wenn sich nun jedoch irgendwo im System ein Trauma befindet, zieht es sich durch die Spirale hindurch, bis es ganz transformiert ist. Deshalb begegnen uns gewisse Themen immer wieder von Zeit zu Zeit, obwohl wir bereits daran gearbeitet haben.

Manchmal können grosse Einschnitte im Leben nicht in ein paar Sitzungen geheilt werden, da es sich vielleicht vom physischen in den emotionalen, mentalen und sogar in den spirituellen Bereich hindurchziehen kann.

Ein persönliches Beispiel: Als ich etwa 18 Jahre alt war und sich mein Herz gerade in eine erblühende Rose verwandeln wollte, erlebte ich einen grossen Verrat auf Herzensebene. Dies war für mich so einschneidend, dass mich dieses Thema in zwischenmenschlichen Situationen lange begleitete, obwohl ich mich immer wieder darum kümmerte.

Nach langen Jahren der Abwesenheit, hat es sich nun vor kurzem wieder gezeigt. Obwohl die äussere Situation, neutral betrachtet, nicht unbedingt mit Verrat zu tun hatte, ploppte dieses Thema in mir hoch, was mir zeigt, dass es noch nicht ganz transformiert ist. Ich fühle, dass der grösste Teil transformiert ist, aber ein Rest ist noch vorhanden.

Ich verlasse nun meine alten Herangehensweisen und begebe mich auf neue, unbekannte Pfade. Heute kam mir der Impuls, mit Kristallfrequenzen den restlichen Teil meines Verrat-Themas anzugehen.

Also nahm ich meine Kristall-Lyra mit den Frequenzen für alle sieben Chakras zur Hand und versuchte, intuitiv die Frequenz meines Verrats-Themas anzuschlagen, um die Emotion aus meinem Feld hervorzubringen. Der Ton fühlte sich unangenehm an, obwohl er ansonsten sehr angenehm anzuhören ist. Dies zeigte mir, dass die Frequenz sehr wahrscheinlich nun mit dem emotionalen Teil des Verrats verbunden war.

Anschliessend wählte ich intuitiv eine Frequenz, die für das Vertrauen steht und liess diesen Ton mehrmals erklingen. Mein ganzes System entspannte sich wieder in ein harmonisches Grundgefühl.

Spannend, was ich nun erlebt hatte. Ich werde in den nächsten Tagen diese Übung wiederholen, bis sich der unangenehme Ton wieder angenehm anfühlt. Ganz neue Wege zu betreten, können helfen, neue Dynamiken (im Feld, in der Verbundenheit von Körper, Verstand/Geist und Energiefeld) entstehen zu lassen.

Danach werden mir die zukünftigen Situationen aufzeigen, in wieweit mein Verrats-Thema nun transformiert ist. Das Leben selbst ist immer ein Spiegel, der dir aufzeigt, wo du gerade stehst.

Warum löse ich die Information des Verrats nicht in meinem Feld auf? Die Seele möchte jede Nuance des menschlichen Spektrums als Erfahrung erleben. Wenn ich nun die Information aus meinem Feld lösche, dann fehlt mir diese Erfahrung und ich muss sie sehr wahrscheinlich irgendwann wiederholen. Wenn ich jedoch die Emotion, die an dieses Thema geknüpft ist, in eine stärkende Kraft (wie Vertrauen, Liebe, Vergebung, etc.) transformiere, dann wird mein „emotionaler Rucksack“, den ich durch alle Inkarnationen hindurch mitschleppe, immer leichter.

Vielleicht konnte ich dich inspirieren, auch einmal einen neuen Weg einzuschlagen – mehr auf deine Intuition zu hören - und einfach mal zu schauen, wohin dich dies führen mag ...

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Mittwoch, 13. Dezember 2023

Geht es nach dem Tod weiter?

Ich denke, dies ist eine zentrale Frage, die wir uns vielleicht schon gestellt haben, denn wir alle müssen im Laufe des Lebens nahe Personen oder auch Tiere, mit denen wir eine auf Herzensebene innige Verbindung hatten, irgendwann loslassen.

Als ich heute Morgen das aktuelle Video der Mulligan Brothers (Interview mit Meister Shi Heng Yi aus dem Shaolin Temple Europe) betr. Thema „What happens after death“ (ist weiter unten für Interessierte verlinkt) angeschaut hatte, wurde ich wieder an eine Therapiesitzung vor etlichen Jahren erinnert.

Als ich damals die vierjährige Ausbildung zur Therapeutin für psychodynamische Körper- und integrative Energiearbeit absolvierte, mussten wir die ersten zwei Jahre in die Psychotherapie gehen, um uns unsere Prägungen, Verhaltensmuster, Verletzungen, Glaubensmuster, etc., näher anzuschauen. In einer Therapiesitzung führte mich meine Therapeutin zurück in die Zeit vor meiner Empfängnis. Was ich da an Bilder bekam, musste mein Verstand zuerst annehmen und verdauen, da mir so etwas vorher noch nie in den Sinn gekommen war.

Das was ich erlebte, ist nur schwer in treffende Worte zu fassen, da die Sprache sehr limitiert ist. Aber ich probiere es:

Ich sah ein unermesslich grosses Energiefeld in leichten Wogen im Universum (?) „schweben“. Aber dies erkannte ich erst, als sich ein stecknadelgrosser Teil (im Vergleich zum Feld, wo ich kein Ende entdecken konnte) vom Feld ablöste. Ich war dieser winzig kleine energetische Teil, was heissen soll, dass ich mir erst bei der Ablösung selbst bewusst wurde; im Feld selber gab es kein Ich-Bewusstsein.

Das war für mich als ein jetzt bewusstes Ich absolut schrecklich. Ich fühlte mich total limitiert, abgetrennt und mir war bewusst, dass ich alles vergessen würde. Ich fühlte einen leichten Sog, der mich nach „unten“ zog. Als ich nach unten schaute, entdeckte ich weit entfernt die Erde. Ich begann mich gegen diesen Sog zu wehren. Aber je mehr ich mich wehrte, desto stärker wurde der Sog, bis er schlussendlich so stark wurde, dass er mich spiralenförmig immer schneller nach unten zog. Mehr wusste ich dann nicht mehr – meine Therapeutin führte mich dann wieder in den Körper zurück.

Was ist dieses energetische Einheitsfeld? Ist es das Seelenfeld? Man sagt, dass wir multidimensionale Wesen sind. Dies ergäbe Sinn, wenn ich daran denke, dass sich viele kleine Teile von diesem Feld lösen, um irgendwo Erfahrungen zu machen, das Bewusstsein weiter zu vergrössern, was dem ganzen Einheitsfeld und somit allen kleinen, abgespaltenen Teilen wieder zugutekommt.

Hm, warum fühlen wir plötzlich eine so starke Sehnsucht nach einem Seelenpartner (ist dies eine Seele, die dem selben Seelenfeld entstammt?)? Kann es sein, dass ein solcher gleichzeitig auf Erden inkarniert ist und auf Seelenebene abgemacht worden ist, dass man sich trifft, damit man unter anderem für kurze Zeiten bei der Verschmelzung das Ich-Bewusstsein ablegen kann, um sich wieder in diesem Einheitsfeld zu fühlen?

In Korea sagt man anscheinend, wenn jemand gestorben ist: Sie/er ist nach Hause gegangen. Was für ein schöner Ausdruck. Das deutsche Wort „gestorben/Tod“ ist, finde ich persönlich, mit Schwere/Trauer behaftet. Aber der Ausdruck „nach Hause gegangen“ fühlt sich so viel freier an. Ich werde diesen Ausdruck benützen, denn er ist so viel passender, nach all dem, was ich bisher erlebt habe.

Für mich ist die Seele unsterblich. Letzthin habe ich von jemandem den Ausdruck gehört: Von Geburt zu Geburt – nicht, von der Geburt zum Tod. Und genau so fühlt es sich auch für mich an. Es ist jedes Mal eine Geburt in eine andere Sphäre/Dichte. Ein neues „Sich-Eingeben“, um weiter zu lernen – oder vielleicht auch, hin und wieder etwas ausruhen/regenerieren zu können.

Wenn wir uns als Seele entscheiden, in der materiellen/physischen Welt zu erscheinen, um dort gewisse Erfahrungen zu machen, dann müssen wir einen physischen Körper haben, um auf dieser Ebene sichtbar werden zu können. Wenn die Zeit dann kommt, um wieder nach Hause – vielleicht zurück ins Seeleneinheitsfeld – zu gehen, verlassen wir unseren Körper, der dann wieder in seine Bestandteile zurücktransformiert wird, da wir ihn nicht mehr benötigen.

Als ich das Glück bekam, meinen Grossvater im Sterbeprozess zu begleiten, konnte ich diesen „heiligen“ Übergang so gut fühlen.

Diese Erlebnisse und persönliche Einsichten helfen mir – hoffentlich – (und vielleicht auch dir), wenn die Zeit kommt, sehr nahestehende Menschen oder auch Tiere zu verabschieden. Natürlich erleben wir in unserem Menschsein Trauer, Verlust. Aber wenn uns bewusst ist, dass es nur ein Nachhausegehen der Seele ist, kann einem dies vielleicht im Loslassprozess unterstützen.

Von Geburt zu Geburt ....


danielaweber.ch

 

Video Mulligan Brothers („What happens after death“)


Mittwoch, 22. November 2023

Falsche „Helferitis“ (Co-Abhängigkeit) führt in die Ohnmacht – der Weg zurück in den Fluss des Lebens

Was bedeutet dies? Wir alle – jeder einzelne von uns – trägt eine Weisheit in sich, die ihn durch ALLE Lebenssituationen hindurchmanövrieren kann. Dies musste ich zuerst auf die harte Tour lernen.

Ich war die geborene „Helferitis-Meisterin“. Durch diese Ausrichtung sperrte ich mich selbst unwissentlich in den Keller; ich war mir selbst überhaupt nicht wichtig. Alle anderen, die meinem Herzen nahe waren, waren viel wichtiger für mich.

Ein Beispiel: Ich war einmal in einer Partnerschaft mit einem innerlich sehr verwundeten Menschen. Eine wunderbare Verbindung für eine Helferitis-Meisterin, die ihren Eigenwert nicht kannte. Ich übte mich ab, ihm Ratschläge zu geben, professionelle Hilfe zu suchen. Ich probierte immer wieder, ihn aufzuheitern, Unterstützung anzubieten. Unbewusst auch die Einwilligung zu geben, mich schlecht behandeln zu lassen. Ich redete mir ein, dass er momentan eine sehr schmerzliche Phase hatte und es ihm nicht wirklich bewusst war, was seine Worte und Taten in mir ausrichteten. Somit wurde ich immer mehr ein Schatten meiner selbst. Änderte sich sein emotionaler Zustand durch all meine Bemühungen? Keineswegs. Er suchte keine professionelle Hilfe, noch andere Unterstützung von aussen. Was sich änderte, waren unsere Gefühle füreinander. Sie zerbrachen immer mehr. Schlussendlich wurde mir bewusst, dass wir in einer starken, selbstschädigenden Co-Abhängigkeit gefangen waren. Eine Helferitis-Person, die beschützen/retten wollte und eine verwundete Seele, die in sich selbst gefangen war. War dies eine lebensbejahende Situation, auf inneres Wachstum und Harmonie/Liebe ausgerichtete Partnerschaft?

Unser beider Glück war, dass ich damals eine vierjährige therapeutische Ausbildung begann, wo wir die ersten zwei Jahre in therapeutische Sitzungen gehen mussten, um sich der Prägungen aus der Kindheit, der lebensverneinenden Verhaltensweisen, dem inneren Saboteur, etc. bewusst zu werden, diese zu verändern/transformieren, für ein freieres, erfüllenderes Miteinander.

Was geschah? Zu jener Zeit verlor mein damaliger Partner auch noch seinen Job. Sein ganzes Leben lag in einem Scherbenhaufen. Und ich wollte mich eigentlich von ihm trennen, getraute mich aber nicht, weil er immer wieder mit Selbstmord gedroht hatte. Unser beider Leben lag in dicken Fesseln im Keller.

Der Lichtschein war dann meine Therapeutin. Sie unterstützte mich dabei, die Trennung von ihm zu vollziehen und gab mir Rückhalt. Sie teilte mir mit, dass er ein erwachsener Mann und selbst verantwortlich für sein Leben sei. Wenn er diesem ein Ende setzen wolle, dann sei es seine Entscheidung. Ich könne da nichts machen.

Somit trennte ich mich von ihm. Was danach geschah, war eine so grossartige Entwicklung. Er zog in einen anderen Kanton. Als wir nach ein paar Jahren wieder mal Kontakt hatten, erzählte er mir, dass er damals psychologische Hilfe gesucht hatte und alle seine „Baustellen“ bearbeitete. Er fand einen Job als Manager und hatte sehr viele Leute unter sich. Die Arbeit machte ihm Spass und er widmete sich wieder vermehrt seinen kreativen Arbeiten, die eines Meisters würdig sind. Auch wendete er sich seinen grossen spirituellen Fähigkeiten zu, die ich immer in ihm sah, er aber während unserer gemeinsamen Zeit nicht annehmen konnte.

Somit war die Trennung in einer sehr schwierigen Situation unser beider Glück ...

Vielleicht kann dich meine eigene Geschichte inspirieren, genauer auf deine Verbindungen zu Menschen hinzuschauen.

 

·     Befindest du dich in einer Co-Abhängigkeit?

·     Wo übernimmst du FALSCHE Verantwortung, die eine andere Person hindert, in die EIGENE Kraft/Weisheit zu kommen?

·     Welche Verhaltensweise könntest du ändern, damit eine Situation für alle Beteiligten wieder selbstermächtigender wird?


Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und Veränderungen vorzunehmen ...

Daniela Weber

Freitag, 10. November 2023

Wenn die Vorstellung deines Lebens am Zusammenbrechen ist

 

Wir leben in äusserst umwälzenden Zeiten; vieles im Leben ist schwierig geworden, bricht sogar auseinander. Wenn man unsere Zeit nun aus einer Metaebene betrachtet, kann einiges wieder Sinn ergeben.

Wir befinden uns gerade im Übergang von zwei grossen Zeitaltern – vom Fischezeitalter ins Wassermannzeitalter. Jedes Zeitalter hat seine individuellen Themen, an denen die Menschheit weiter wachsen kann. Dies hat nun nichts mit Hokus-Pokus zu tun; beschäftige dich mit der Geschichte und lasse deinen Geist auch über den Tellerrand hinausschauen.

Der Slogan der französischen Revolution war bereits ein Vorreiter auf das Wassermannzeitalter: „Liberté, Egalité, Fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit). Die neuen Trends in der Architektur – Glas, Stahl, kühles Design, etc. – zeigen auch schon den Wassermanngeist im baulichen Sektor.

Es gibt bereits jetzt schon den Trend weg vom Single-Leben hin zum Leben und Wirken in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter, wo man einander unterstützen kann; wo sich jeder mit seinen Fähigkeiten einbringen kann für das Gemeinwohl aller. Wie viele einzelne Personen kämpfen sich heutzutage durch’s Leben, weil sie alleine sind?

Das Wassermann-Zeitalter steht auch für schnelle Veränderungen in allen Bereichen – Wirtschaft – Medizin – Wissenschaft – Kultur, etc.

Weitere Themen sind Weite, Freiheit und Verbundenheit – der neue Zeitgeist wird viele unserer Lebensthemen sehr schnell verändern, was aber schlussendlich immer dem Wachstum jedes Einzelnen und somit schlussendlich der ganzen Menschheit dient.

Sollte die Vorstellung deines Lebens nun am Zusammenbrechen sein: Finde das Vertrauen auf einen grösseren Plan, der deine Seele kennt, deinem Verstand jedoch (noch) nicht zugänglich ist, in deinem Herzen. Oder suche dir eine spirituelle Praxis, die dich durch diese umwälzenden Zeiten bringt. Halte deinen Geist offen, halte nicht an dem fest, was gehen will, was nicht mehr lebbar ist. Übergebe dich dem Geist der Veränderung. So hältst du dein Lebensschiff im stürmischen Meer auf Kurs.

Vor vielen Jahren begegnete ich an einer Veranstaltung im Kloster Rikon einem buddhistischen Meister, der ein grosses Vorbild für mich geworden ist. Er erzählte den Teilnehmern, dass er als Mönch in einem tibetischen Kloster gelebt hatte und auf einen Schlag sein ganzes gewohntes Leben verloren hatte. Er wurde in ein Gefangenenlager verschleppt. Nichts durfte er mitnehmen, auch durfte er seine spirituellen Praktiken nicht mehr ausüben. In seinem Geiste jedoch führte er seine Tara-Praxis weiter. Er meinte, ohne diese Praxis hätte er diese mehr als 20 Jahre in Gefangenschaft nicht überlebt. Von 72 zu seiner Zeit inhaftierten Mönche überlebten die 20 Jahre nur drei. Er schwebte mehrmals in Lebensgefahr, aber er meinte, dass er dank seiner Praxis überlebt hätte.

Als ich ihm damals in Rikon begegnete, erzählte man, dass er ein verwirklichter Meister sei. Ich hörte von einer Kollegin, dass beim Mittagessen mit den Mönchen – die in einem separaten Raum speisten - dieser verwirklichte Meister die anderen Mönche bediente, was denen sehr peinlich war und sie dies eigentlich nicht wollten, da er ja Gast war. Er meinte jedoch, dass dies auch zu seiner spirituellen Praxis gehöre; es helfe, sein Ego tief zu halten. Was für ein wahrer Meister!

Vielleicht hilft dir dieser Beitrag, sollte dein Leben gerade sehr schwierig sein. Versuche Vertrauen in deinem Herzen zu finden, übergebe dich dem grösseren Plan, halte an nichts „Sterbendem“ fest und vielleicht hilft dir eine spirituelle Praxis, Gespräche mit anderen. Vielleicht findest du Unterstützung in einem Buch/Literatur, in der Natur, wo auch immer.

Lass dich von deiner inneren Weisheit führen ...

Daniela Weber



Sonntag, 29. Oktober 2023

Wie ein Latte-Macchiato-Cake zu einem „Hexenkuchen“ mutierte (Fortsetzung zum Blog „Die Pflanzen als unsere Verbündeten, Heiler und Weisen?“)

 

Gestern Nachmittag hatte ich das Seminar „Keltische Baum Rituale“ geplant. Am Morgen desselben Tages wollte ich noch einen Kuchen für die Teilnehmer backen.

Über die letzten Wochen hatte ich mich mit der Mythologie, Heilkunde und Lehren des Holunders beschäftigt. Nun ist es so in meinem Leben: Wann immer eine neue Lehre in mir eine gewisse Resonanz auslöst, werde ich vom Leben relativ schnell daraufhin geprüft, ob ich diese Lehre nur auf geistiger Ebene lebendig halte, oder ob ich sie tatsächlich auch im Leben um- und einsetze.

Was ist deshalb gestern Morgen geschehen? Beim Zusammenführen der Kuchenzutaten öffnete ich die Crème fraîche und machte mir sofort Gedanken über die grünen Punkte, die eigentlich nicht hätten dort sein sollen. War der Sauerrahm wohl hinüber, obwohl ich ihn erst vor zwei Tagen gekauft hatte?

Als ich mir den Becher genauer anschaute, las ich: Crème fraîche mit Kräuter. Na bravo! Eigentlich hätte es die „Nature-Variante“ sein sollen. Hm, Thymian oder Rosmarin und ein wenig Salz könnten zu Schokolade passen. Also las ich die Zutatenliste durch. Hervorragend!! Nebst Salz, verschiedenen Kräutern enthielt die Crème fraîche auch noch ZWIEBELN und SENF! Diese Kombination konnte ich mir in einem süssen Kuchen wahrlich nicht vorstellen.

Mein innerer Perfektionist war natürlich sofort zur Stelle und sagte nur ein Wort: „Wegschmeissen.“ Dies eine Wort kreierte einen gedanklichen Tumult in mir. Ich hatte den Teilnehmern Tee UND Kuchen versprochen. Um zu warten, bis die Läden öffneten und dann eine Crème fraîche nature zu besorgen, dann die Kuchen-Prozedur nochmals von vorne zu starten, dazu fehlte mir die Zeit.

Da kam eine Lehre des Holunders in meinen Sinn: „Nur wer seine Sichtweise ändert und einen anderen Standpunkt findet, kann das Denken in Schwarz-Weiss-Kategorien aufgeben und eine neue Ganzheit entdecken.“

Also entschied ich mich, den Kuchen mit den Zwiebeln und dem Senf zu backen und ihn in „Hexenkuchen“ umzubenennen. In drei Tagen wäre eh Samhain/Halloween, somit würde der Kuchen ins Zeitgeschehen passen. Ich würde den Seminarteilnehmern einfach erzählen, dass mir bei der Zubereitung des Kuchens ein Malheur passiert sei und ich ihn deshalb umtaufen musste.

Wie sich die Geschmäcker jedoch im alchemistischen Prozess des Ofens entfalten würden, daran mochte ich nicht denken – besonders nicht an die Zwiebeln und den Senf. Mein innerer Kritiker meldete sich nochmals zu Wort und meinte, ich könne den Kuchen nach dem Backen anschneiden und ihn vorerst probieren, dann entscheiden, ob ich ihn mitnehmen wollte. Zeit, schnell einen anderen Kuchen in der Migros zu kaufen, würde mir noch zur Verfügung stehen.

Ich entschied mich jedoch, mutig den Kuchen vorher nicht anzuschneiden – schliesslich war er ja jetzt ein Hexenkuchen geworden und ein solcher darf schon etwas seltsam schmecken. Aber ich würde doch noch einen anderen Kuchen kaufen, sollte der Hexenkuchen komplett ungeniessbar sein. Schliesslich hatte ich einen Kuchen den Teilnehmern versprochen.

Als dann der Abschluss des Seminars mit Tee und Kuchen kam, teilte ich den Teilnehmern mit, dass mir am Morgen ein Malheur passiert sei, ich jetzt aber auf ihr Feedback gespannt sei. Alle wollten ein Stück probieren, die Neugierde und Offenheit überwiegte, trotz der neuen Benennung. Hm, sie fanden ihn interessant und suchten nach den Zutaten, die eigentlich nicht im Kuchen hätten sein sollen; konnten sie jedoch nicht erraten. Als ich ihnen dann berichtete, dass ich die falsche Crème fraîche gekauft hatte, nämlich jene mit Kräutern, konnten sie die Zwiebeln im Kuchen herausschmecken. Aber befanden ihn trotzdem als fein und liessen den gekauften Kuchen in seiner Verpackung. Eine Teilnehmerin sagte sogar, dass sie, wenn ihr ein Malheur beim Kuchenbacken passieren täte an mich denken würde, und dann den Kuchen auch in „Hexenkuchen“ umbenennen täte und ihn den Gästen ebenso servieren täte.

Wie weise die Lehren der Natur doch sind ...

 

Freitag, 27. Oktober 2023

Die Pflanzen als unsere Verbündeten, Heiler und Weisen?

 Wer sich tiefer mit Pflanzen befasst, wird sich irgendwann bewusst, dass Pflanzen mehr sind, als nur ein Verbund von Pflanzenzellen, die Licht und Wasser benötigen und nach einer gewissen Zeit wieder verwelken, absterben, verrotten.

Unsere Vorfahren hatten sich ein unermesslich grosses und vielfältiges Heilwissen über die Jahrtausende angeeignet, welches in der modernen, sogenannt aufgeklärten Welt immer mehr an Beachtung verlor.

Aber das alte Pflanzenwissen kommt langsam wieder vermehrt ins Gedächtnis der neuzeitlichen Menschen, die ihren Geist vom Herkömmlichen in andere Wissensgebiete ausdehnen.

Die jahrtausendealten bekannten grossen Medizinsysteme, wie Ayurveda, traditionelle tibetische und chinesische Medizin haben dieses Wissen nie verlassen und die Pflanzenheillehre in die Moderne weitergetragen.

Auch in unserem westlichen Kulturkreis besinnen sich immer mehr Leute auf die alte Heillehre ihrer Vorfahren. Und sie ist so mannigfaltig!

Als ich mich auf meine Seminarreihe der modernisierten keltischen Baum-Rituale vorbereitete, wurde der Holunder zu meinem Lehrer. Welche Fülle an Weisheiten diese sehr alte Pflanzengattung (Ausgrabungen in der Schweiz haben gekochte Holderbeeren aus der Steinzeit ans Licht gebracht) doch zu übermitteln hat!

Nebst seiner vielfältigen Heilweise kann uns der Holunder auch im Bewusstseins-Wachstum unterstützen. Der Holunder ist in seiner Wesenheit sehr gegensätzlich:

  • Nach oben strebende (dem Licht entgegen) weisse Blüten, die wie kleine Sterne aussehen.
  • Nach unten (der Erde entgegen) hängende, dunkelviolette bis schwarze Beeren.
  • Rohe Beeren sind leicht giftig, gekocht jedoch sehr gesundheitsfördernd.
  • Die grauen Äste sind aussen sehr rau und borkig, innen jedoch weiss und sehr weich.

Was kann uns dies lehren? Nur wenn du deine Sichtweise änderst und einen anderen Standpunkt einnimmst, kannst du dein Denken in „Schwarz-Weiss-Kategorien“ aufgeben und in eine ganzheitlichere Bewusstwerdung eintreten. Vielleicht verschwindet dann dein Problem, indem sich andere Lösungsansätze zeigen können.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Weisheit von Pflanzen. Es lohnt sich, sich tiefer mit ihnen zu beschäftigen ...

In den nächsten 12 Monaten gebe ich Seminare über keltisches Baumwissen, wo wir tiefer in deren Mythologie, Heilweisen, eintauchen und das überlieferte Wissen für das Wachstum unseres Bewusstseins anhand Meditationen und anderen Aktivitäten nutzbar machen.

Bei Interesse findest du weitere Informationen auf meiner Webseite danielaweber.ch (unter Aktuell).